Der Startschlitten auf der Piste
   - Berechnungstabelle: Beschleunigung eines 1200 t schweren Raumfahrzeugs
   - Berechnungstabelle: Beschleunigung eines 1800 t schweren Raumfahrzeugs
   - Berechnungstabelle: Beschleunigung eines 2400 t schweren Raumfahrzeugs
   - Berechnungstabelle: Beschleunigung eines 3000 t schweren Raumfahrzeugs
Querschnitt Fahrweg und Unterwagen

Querschnitt Fahrweg und Unterwagen
Bei einem Abschuß soll der Schlitten mit dem Raumfahrzeug auf einem Magnetkissen gleiten und von einem Linearmotor angetrieben werden.
Ich gehe davon aus, daß das Schweben und Führen mit dem Inductrack-Prinzip gelöst wird. Das Inductrack-Prinzip ist näher auf der Inductrack-Hybridmagnetbahn-Seite beschrieben. Magnetische Trag- und Führungselemente sind in den Cartoons violett dargestellt. Da dieses Verfahren je nach Ausführung erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit die nötigen Führungs- und Tragkräfte erzeugen kann, braucht der Schlitten zusätzlich zu den Halbach-Arrays für langsame Fahrt noch ein Radfahrwerk.
Als Antrieb kommt ein asynchroner Linearmotor in Langstator-Bauweise zum Einsatz. Um die Abstrahlung elektromagnetischer Wellen möglichst gering zu halten, soll nur der unter dem Fahrzeug befindliche Teil des Linearmotors aktiv sein. Die dazu verwendete Leistungselektronik könnte in ihrer Topologie einem Strickleiternervensystem ähneln. Für den Fall einer Fehlfunktion des Linearmotors wird noch eine Wirbelstrombremse benötigt. Magnetische Antriebs- und Bremsvorrichtungen sind in den Cartoons blau dargestellt. Außerdem sollen alle Radsätze des Radfahrwerks Scheiben- oder Radscheibenbremsen erhalten.
Für den Bodenbetrieb des Raumfahrzeugs soll eine ausreichende Energie- und Kommunikationsversorgung anliegen. Sowohl Energie- als auch Datenübertragung werden vermutlich induktiv arbeiten. Induktive Energieversorgungs- und Kommunikationselemente sind in den Cartoons türkis dargestellt.

Auf dem Startgelände, das im wahrsten Sinne des Wortes ein Weltraumbahnhof wäre, würde der Schlitten auf einem Paar parallel verlegter Gleise bewegt. Der Gleismittenabstand könnte vier Meter betragen. Zum Rangieren kämen Lokomotiven zum Einsatz.
Um den Schlitten an die Startbahn zu bringen, müßte er von Rangierlokomotiven bis zum Linearmotor geschoben werden. Das Transportprinzip entspricht auf diesem Abschnitt dem der Doppelspurbahn. Anschließend werden die Lokomotiven abgekoppelt und weggefahren. Das Bild rechts oben stellt den Schlitten mit Linearmotor im Schnitt dar.

Querschnitt Fahrweg und Unterwagen

Querschnitt Fahrweg und Unterwagen
Mit dem Linearmotor wird der Schlitten anschließend auf die Startbahn gezogen, welche als T-förmiger Träger mit integrierten Trag- und Langstatorspulen ausgeführt werden kann. Sobald bei einem Abschuß die zum magnetischen Tragen nötige Geschwindigkeit (weniger als 20 m/s) erreicht ist, kann das Radfahrwerk eingezogen und durch Klappen verdeckt werden, um den Luftwiderstand zu senken.



Querschnitt Fahrweg und Schlitten
Der größte Schlitten könnte aus zehn nahezu baugleichen Fahrwerkssegmenten bestehen, von denen jedes auf acht zweiachsigen Drehgestellen rollt, und die ähnlich wie bei einem Tragschnabelwagen durch Brücken und Ausgleichhebel verbunden sind. Das Fahrzeug sollte durch Federn und Dämpfer zwischen den Segmenten und Drehgestellen versteift werden.
Bei einer statischen Achslast von 25 Tonnen könnte ein 160-achsiger (80 Achsen auf jeder Seite) Schlitten mit Raumfahrzeug ein Gesamtgewicht von 4000 Tonnen aufbringen. Bei einem geschätzten Eigengewicht des Schlittens von 1000 Tonnen wäre ein 3000 Tonnen schweres Raumfahrzeug startbar.
Der minimale befahrbare Bogenradius dürfte für solch ein 120 Meter langes Monster bei 800 Metern liegen. Das Fahrwerk muß für um die 80 km/h ausgelegt sein, höhere Geschwindigkeiten werden nur mit Magnetkissen erreicht. Das Rangieren wird sich auf Höchstgeschwindigkeiten zwischen 40 und 60 km/h beschränken.
Bei einem Abschuß soll auf Magnetkissen mit Linearmotor eine Geschwindigkeit von 300 m/s (1080 km/h) erreicht werden. Für Beschleunigung und Überwindung des Luftwiderstandes sollte eine Netto-Spitzenleistung von 2500 Megawatt ausreichen, was umgerechnet in etwa der Leistung von 400 vierachsigen modernen Drehstromlokomotiven entspricht. Vor Wirkungsgradverlusten dürften etwa 3000 Megawatt an elektrischer Eingangsleistung nötig sein. Das entspricht der Leistung des Pumpspeicherwerks Bath County oder drei Pumpspeicherwerken des Formats Goldisthal. Die Auftriebsvorrichtungen der Raumfahrzeuge müssen während der Beschleunigung neutral bleiben, da sich unter Erzeugung von Auftrieb der Luftwiderstandsbeiwert nicht halten ließe.

Für leichtere Raumfahrzeuge können kleinere Schlitten zum Einsatz kommen.

Doppelachsen Traglast [t]
(Maximum)
Leistung [MW]
Netto
(Maximum)
Berechnung
des
Beschleunigungsvorganges
32 1200 1000 -> --> Tabelle "start1200"
48 1800 1500 -> --> Tabelle "start1800"
64 2400 2000 -> --> Tabelle "start2400"
80 3000 2500 -> --> Tabelle "start3000"
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Autor: Dröppez