Fahrgerüst und Trolley
Querfeld

Die Treidelbahn wird ähnlich einer Kettenfahrleitung mittels Seilen an ufernahen Masten mittig über den Fahrspuren aufgehängt. Unter niedrigen Brücken muß ein seitlicher Versatz einschließlich daraus resultierender Seitenkräfte in Kauf genommen werden.

Querfeld


Querschnitt mit Isolator
Querschnitt am Masthänger
Die Illustration links zeigt die wesentlichen Bestandteile von Fahrgerüst und Trolley mit einer Auflösung von etwa 1 Pixel/cm im Querschnitt. Die Energieversorgung erfolgt über zwei Stromschienen als Phasen und das Fahrgerüst als Masse mit bis zu 25 kV Spannung zwischen einer Phase und der Masse. An Weichen können beide Stromschienen mit derselben Phase beaufschlagt sein, auf freier Strecke empfiehlt sich ein Phasenversatz von 120°, so daß zusammen mit der Masse Drehstrom zustande kommt. Auch ein Phasenversatz von 180° kann sinnvoll sein, auf diese Weise kann die Spannung zwischen beiden Phasen auf bis zu 50 kV gesteigert werden. Diese Spannung wird über in einer Treidelstange befindliche Kabel an das angekoppelte Schubschiff weitergegeben. Auf dem Schubschiff befinden sich Transformator, Leistungselektronik und Steuerung, so daß das Treideltrolley vom Gewicht dieser Komponenten verschont bleibt. Von der Leistungselektronik des Schubschiffes wiederum wird über ebenfalls in der Treidelstange befindliche Kabel der Kurzstator des Treideltrolleys mit Energie versorgt. Oben an der Innenseite des Fahrgerüstes befindet sich die Reaktionsschiene; je nach Ausführung ergibt sich zusammen mit dem Kurzstator entweder ein Asynchronmotor oder Synchronmotor. Die Rückspeisung von Bremsenergie in das Stromnetz ist möglich.
Die Versorgung mit Kommunikation durch Hohlleiter und Antennen ist ebenfalls mit geringem Platzbedarf möglich, was Fahren mit linienförmiger Beeinflussung und Signalanzeige auf der Brücke ähnlich wie bei der Eisenbahn ermöglicht; allerdings sind die dafür notwendigen Einrichtungen zugunsten einer Beschränkung auf das Wesentliche im Cartoon nicht eingezeichnet. Abgerundet wird die Ausrüstung durch eine elektrisch isolierende Abdeckung, vorzugsweise aus glas- oder kohlefaserverstärktem Kunststoff, die Fahrweg und Trolley vor gefrierendem Regen, Schnee und Hagel schützt.

Der Treideltrolley kann also ganze Schubverbände mit Elektroenergie und Kommunikation versorgen und Antriebskräfte in Längsrichtung aufnehmen.

In regelmäßigen Abständen wird das Fahrgerüst mit Seilen an Masten abgehängt, wie im Cartoon rechts illustriert.

Der Cartoon unten illustriert eine mögliche Seitenansicht des Treideltrolleys. Um alle Kräfte aufzunehmen und dem Linearmotor genügend Platz zu bieten, wird wahrscheinlich ein Gelenkfahrzeug mit erheblicher Gesamtlänge zustande kommen. Die Auflösung beträgt hier etwa 1 Pixel/2 cm.
Längsansicht


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Autor: Dröppez