Die Schiffsbahn
Lichtraumprofil und Fahrzeugumgrenzung auf Rollbahn
Die Gleisanlagen der Bodenstation werden als nicht elektrifizierte Doppelspurbahn angelegt. Als Lichtraum wird auf den Taxiways ein rechteckiger Querschnitt von 17 m Breite und 17,2 m Höhe über Schienenkopf-Oberkante freigehalten. Der Cartoon zeigt die Flächenaufteilung einer Brücken- oder Tordurchfahrt.

A: Lichtraum

B: Einragungen für den Bahnbetrieb erforderlicher baulicher Anlagen

C: Fläche innerhalb der Umgrenzungslinien für Katapultschlitten

D: Fläche innerhalb der Umgrenzungslinie für Raumschiff und Adapter

E: Fläche innerhalb der Umgrenzungslinie für entfaltetes Origami

Aufgrund der Länge der Startschlitten wird sich der kleinste mit aufgebocktem Raumschiff befahrbare Bogenradius kaum nennenswert unter 800 m drücken lassen. Das verlangt nach dem Einsatz langer Weichen, möglicherweise mit beweglichen Herzstücken. Stellenweise wird deshalb der Einsatz von Schiebebühnen und Drehscheiben vorteilhaft sein. Diese müssen das Verschieben oder Drehen eines 200 m langen Zuges erlauben. Minimale Bogenradien von 800 m und 200 m lange Schiebebühnen und Drehscheiben sind in der Tat ziemlich groß und daher schwer in eine bewohnte, bewirtschaftete Landschaft einzupassen. Allerdings benötigen wir ohnehin einen Standort auf einem Meer oder einem größeren See, so daß die Bahnanlagen ebenso wie das Katapult größtenteils aufgeständert oder auf aufgeschüttetem Gelände errichtet werden. Längere Verbindungsstrecken können in Unterwassertunnels geführt werden.

Die folgende Illustration stellt den für die Fähre auf dem Katapultschlitten während des Bahntransports verfügbaren Raum von der Seite dar.

Zug mit Fahrzeugumgrenzung auf Rollbahn


Um zum Abheben aerodynamischen Auftrieb erzeugen zu können, müssen auf der Startbahn vor dem Start Tragflächen oder Fluidroller sowie Leitwerke ausgeklappt werden. Diese Bauteile werden für den Bahntransport an den Rumpf angelegt. Das Ein- und Ausklappen beziehungsweise Zusammen- und Auseinanderfalten von Fahrzeugteilen nennt man allgemein Origami. Während der Beschleunigungsphase müssen diese Vorrichtungen so aerodynamisch neutral wie möglich bleiben, da die Erzeugung von Auftrieb den Luftwiderstandsbeiwert in die Höhe treiben würde.

Erst auf der Startbahn -- natürlich noch im Stillstand -- werden die aerodynamischen Auftriebs- und Steuervorrichtungen der Raumfähren auseinandergefaltet, -geschwenkt und -geklappt. Da sich die Startbahn aufgeständert offshore auf einem See oder im Meer befindet, können Spannweite und Leitwerkshöhe frei gewählt werden. Die hohe Startgeschwindigkeit von 1080 km/h hilft dabei, die Spannweiten der Raumflugzeuge möglichst gering zu halten.

Lichtraumprofil und Fahrzeugumgrenzung auf Startbahn


Um die Schlitten mit den Raumfahrzeugen im Bahnhof zu bewegen und auf das Katapult zu schieben, braucht man Lokomotiven. Um auch gewöhnliche Doppelspurwagen mit diesen Maschinen bewegen zu können, sollen die Kupplungen in der Höhe verstellbar sein. Die Lokomotiven enthalten leistungsstarke Generatoren, beispielsweise Erdgasmotoren nach dem Wippstern-Prinzip. Diese liefern den Fahrstrom und stellen die Energieversorgung des gesamten Zuges einschließlich des Raumfahrzeugs während der Fahrt sicher.
Lok quer   Lok lang   Lok quer

Ebenfalls benötigt werden Servicewagen, die zwischen die Lokomotive und den Katapultschlitten gekoppelt werden. Diese Wagen sollen im Stillstand an Ports gedockt werden, über die die Energieversorgung bei abgekoppelter Lokomotive aus dem öffentlichen Stromnetz gewährleistet wird. Auch die Betankung des auf dem angekoppelten Katapultschlitten aufgesetzten Raumfahrzeugs soll an Ports über die Servicewagen geschehen. Die Servicewagen sollen in der Lage sein, Betriebsstoffe, die beim Bodenbetrieb verbraucht werden, in Tanks mitzuführen und das Raumfahrzeug kontinuierlich damit zu versorgen. Beispielsweise könnte die Külhlanlage für die Treibstofftanks des Raumschiffs mit flüssigem Stickstoff arbeiten. Flüssiger Stickstoff eignet sich für die Kühlung sowohl von Sauerstoff als auch von Methan.
Servicewagen kurz   Servicewagen quer

Servicewagen lang
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Autor: Dröppez