Der Transport per Rollen-, Ketten- und Bandförderer
Plant man, viele kleine Transporteinheiten (beispielsweise Paletten, Pakete oder Schüttgut) in großer Dichte mit gemächlichem Tempo zu transportieren, ist es wirtschaftlicher, Transportmechanik und Antriebe in den Fahrweg einzubauen. Werden die Transporteinheiten größer und schwerer und sollen mit geringerer Transportdichte und höherer Geschwindigkeit transportiert werden, ist es hingegen günstiger, Antrieb und Fahrwerk in Fahrzeuge einzubauen. Es existieren auch Zwischenformen, in der Bahnfahrzeuge mit stationären Antriebsmaschinen bewegt werden. Beispielsweise war es lange Zeit üblich, Grubenbahnwagen in umlaufende Förderketten einzuhängen. Solche Anwendungen wurden jedoch mittlerweile weitestgehend durch Förderbänder ersetzt. Eine geniale neue Methode zum Schüttguttransport ist der Railveyor. Es handelt sich dabei um mit stationären Reibrädern angetriebene Schüttgut-Gliederzüge, die auf Eisenbahngleisen laufen. Diese Technik ist bereits in einigen Industriebetrieben erfolgreich im Einsatz, hat sich also als hervorragende Idee erwiesen. Das aber nur nebenbei.

Beim Individualverkehr läßt sich nicht allgemein festlegen, ob es theoretisch am besten ist, Menschen in Radfahrzeuge zu setzen, oder ob es nicht vielleicht doch besser wäre, Leute in fahrwerklosen Kabinen über Rollenbahnen, Kettenförderer und Förderbänder zu transportieren. Kabinen für einzelne Menschen oder kleine Gruppen sind für den Transport per Rollenbahn, Kettenförderer und Förderband schon ziemlich groß und schwer, aber noch nicht zu groß und schwer. Es ist also sinnvoll machbar. Bei geringer Verkehrsdichte und Abdeckung großflächiger, dünn bebauter Gebiete scheiden solche Stetigfördersysteme jedoch aus.
Andererseits scheiden kleine einzelne Radfahrzeuge bei hohen Verkehrsdichten in dicht bebauten Gebieten eigentlich ebenfalls aus, denn wie die Verkehrssituation mit massenhaft automobilem Individualverkehr in größeren Städten über die meiste Zeit des Tages aussieht, läßt sich in zwei rustikalen Worten zusammenfassen: zum kotzen.
Lärm, Dreck, Unfälle, Staus, Behinderung von Fußgängern und ÖPNV, Flächenversiegelung für breite Fahrbahnen und riesige Parkflächen, häßliche Stadtbilder, enormer Energieverbrauch, unangenehmes Mikroklima, all das ist in dicht bebauten Gebieten üblich. Sobald automobiler Individualverkehr in großer Dichte auftritt, wird er sehr schnell lästig, aufdringlich, und unerträglich invasiv. Diese Feststellungen mögen jetzt vielen hinreichend intelligenten und informierten Leuten selbstverständlich und trivial vorkommen. Trotzdem kann man darauf nicht oft genug hinweisen, solange die stumpfsinnigen Fehlentscheider in Politik und Lobby diese Tatsachen nicht wahrhaben wollen.
Quandts kaufen sich mit ein paar Euros Parteispende bei der korrupten Merkel-und-Seehofer-Gang eine für BMW passende sogenannte "Umweltpolitik". Evonik kauft sich sowohl bei CDU und SPD ein und bestellt die Energiepolitik, die es gern hätte. Mit ein paar Euros kann man in diesem korrupten Sauladen den umweltpolitischen Willen ganzer europäischer Völker überbrüllen. Traurigerweise müßte man allen Beteiligten mindestens eine reinhauen, damit sie endlich mal irgendwas kapieren. Das wäre nach Artikel 20 Absatz 4 Grundgesetz durchaus legal. Legitim und richtig wäre es sowieso. Nur sitzen in den Gerichten und Staatsanwaltschaften leider genauso stumpfsinnige Tiere wie in Politik und Lobby, und denen muß man ebenfalls erstmal ordentlich in die Kauleisten schlagen, damit sie aufhören, Zivilcourage und wehrhafte Demokratie "im Namen des Volkes" zu verurteilen und zu sabotieren. Die verstehen es mehrheitlich nicht anders und haben wahrscheinlich schon ihre Mathe-, und Naturwissenschaftslehrer mit ihrer Mischung aus Unfähigkeit und boshafter Erkenntnisresistenz an den Rand des Wahnsinns gebracht. Auch da gibt es natürlich Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Beispielsweise spart die boshaft-mutwillige Erkenntnisresistenz von Angela Merkel den naturwissenschaftlichen Bereich aus. In unserer ach so "repräsentativen" "Demokratie" ist seltsamerweise immer sichergestellt, daß die dümmsten Ochsen, die den Karren am schnellsten, kräftigsten und zuverlässigsten in den Dreck rammeln, die Richtung und Zugkraft angeben. Seltsam, oder? Wie es die Wähler immer wieder hinbekommen, kollektiv derart zuverlässig ins Klo zu greifen und unter ihrem eigenen geistigen Durchschnittsniveau zu wählen, ist erstaunlich. Wie es die Justiz immer wieder schafft, von Generation zu Generation die stumpfsinnigsten und erkenntnisresistentesten Individuen als Richter, Staatsanwälte, Inquisitoren, oder wie auch immer man die Berufsgruppe gerade nennt, zu rekrutieren, und wie diese Berufsgruppe immer wieder sicherstellt, diesbezüglich eine kontinuierliche Nachfolge von den ägyptischen Pharaonen über die Inquisition bis heute herzustellen, die alle Systemmodifikationen, Religionswechsel und Kriege übersteht, ist ebenso verblüffend. Denn wenn diese Subjekte mit so selbstverständlich trivialen Sachen wie der Anklage und Verurteilung von Räubern, Dieben, Mördern, Vergewaltigern und Brandstiftern fertig sind, kommen von denen üblicherweise nur noch kackdreiste Zumutungen mit spitzfindigen Rechtsbeugungen und mutwilligen Interpretationen. Es ist diesen Soziopathen und verhaltensbiologischen Cranks auch völlig egal, ob sie für irgendwelche Päpste und Kardinäle "Hexen" und "Ketzer" auf den Scheiterhaufen bringen, ob sie im Interesse irgendwelcher Faschisten Kriegsdienstverweigerer ins KZ schicken, ob sie herrschaftliche Eigentumsforderungen an "Republikflüchtlingen" durchsetzen und diese in StaSi-Zuchthäuser verfrachten lassen, ob sie im Interesse der Bankenmafia Leute wie beispielsweise Gustl Mollath in die Klapsmühle stecken oder zur Sicherung des Absatzes der Pharmaindustrie wahllos zwangspsychiatrisieren und sich schützend vor korrupte, dreiste Parasiten aus Politik, Finanz, Psychiatrie, Justiz und Lobby stellen, oder ob sie sich den perversen Phantasien der Phishing-Mafia andienen, wie es das "Landgericht" Köln auch schon vor dem Redtube-Skandal regelmäßig getan hat; völlig egal, denen ist nichts zu dumm, zu pervers und zu dreist.
Auch wenn ich den Term "Tier" hier genauso pejorativ wie biologisch korrekt verwende, habe ich natürlich nichts gegen Tiere, denn schließlich wird jeder Mensch als Tier geboren und muß sich erst mühsam den Bildungsweg bis zum vollwertigen Menschen hocharbeiten. Solange Tiere, tiergebliebene Menschensimale und verhaltensbiologische Crackpots und Soziopathen nicht versuchen, boshaft stumpfsinnig Macht und Herrschaft über entwickelte Persönlichkeiten auszuüben, ist meinerseits auch alles in Ordnung. Herrschaft und Macht sollte erkenntnisfähigen, intelligenten Wesen vorbehalten bleiben, die es geschafft haben, sich intellektuell aus dem Tierreich zu erheben. Soviel zum politischen und juristischen Teil. Das aber nur zu Ihrer Information.

Doch zurück zur Technik:
Wünschenswert wäre ein System, das sich in Städten wie ein Rollen-, Ketten- oder Bandfördersystem verhält, außerhalb der Städte jedoch wahlweise wie Eisenbahn oder Straße. Und genau dafür ist das TravelBooth-System gedacht. Die Implementation des Straßentransports wurde im vorigen Kapitel besprochen, der Bahntransport kommt im nächsten Kapitel dran. In diesem Kapitel sollen Stetigförderersysteme für den öffentlichen Transport präsentiert werden.

Rollenförderer mit Kabinen und Kisten

Rollenförderer mit Kabine   Rollenförderer mit Kabine
Als Standardlösung sollen Rollenförderer zum Einsatz kommen, die jedoch frei mit Kettenförderern und Bandförderanlagen kombinierbar sein müssen. Für das TravelBooth brauchen wir allerdings eine etwas spezielle Bauart. Die TravelBooth-Rollenbahn soll die Kufen der Kabinen und Kisten tragen und zusätzlich linienförmige induktive Strom- und Kommunikationsversorgung erlauben. Kommunikationsversorgung braucht man schon deshalb unbedingt, weil die Kabinen mit einem Notbremsgriff und Türnotentriegelung ausgerüstet werden müssen. So ein bißchen TÜV benötigt also auch das TravelBooth. Irgendwoher muß die Steuerelektronik der Rollenbahn schließlich erfahren, wenn sie einer Notbremsbetätigung oder offener Türen wegen den Weitertransport einstellen soll. Im Prinzip muß der Bordrechner jeder Kabine sekündlich gefragt werden, ob noch beide Türen geschlossen sind und ob auch niemand den Notbremsgriff gezogen hat. Die Kabinen müssen zum Weiterbetrieb sekündlich auf beide Anfragen mit "Ja" antworten. Negative oder ausbleibende Antwortsignale müssen zum sofortigen Stop führen.
Rollenbahnen transportieren das Transportgut bei ungestörter Fahrt über weite Strecken sehr präzise mit nur geringen Richtungsfehlern in der Spur, auch durch Bögen hindurch. Dennoch muß das Transportgut gelegentlich zentriert werden, da sich Spiel, Federwege und auch sehr kleine Richtungsfehler über längere Strecken aufaddieren können. Außerdem könnte Seitenwind die Transportbehälter aus der Spur laufen lassen. Weiterhin muß man bedenken, daß das Transportgut im Fall des TravelBooth auch eine Personenkabine sein kann, und man nie wissen kann, welch wilde Tanzparty die Passagiere gerade darin feiern. Ein TravelBooth ist immerhin geräumiger als die meisten Stretch-Limousinen und sogar etwas höher als die meisten Kleinbusse. Man kann sich als Passagier also einigermaßen frei bewegen.
Aus diesen kühlen Gründen ist eine Seitenbegrenzung zwingend vonnöten. Bei Geradeausfahrt sind Gleitschienen ausreichend, da hier nur minimale Reibkräfte zu erwarten sind, und das auch nur sehr selten bei außergewöhnlichen Krafteinwirkungen.

Rollenförderer mit Leitrollen und Kabine
Rollenförderer mit Kabine

Rollenförderer im Bogen mit Kabine
Zur planmäßigen Zentrierung sollen in regelmäßigen Abständen mehrere Paare mit Federkraft beaufschlagter Leitrollen angebracht werden. In engen Bögen, besonders am Übergang von der Geraden oder in die Gerade, mögen Leitrollen an der Bogeninnenseite ausreichen. An der Bogenaußenseite würde jedoch jedes Anlaufen zu einem Ruck führen. Führungsbänder, vergleichbar mit Handläufen an Rolltreppen, lösen dieses Problem. Statt Bändern kann man auch Ketten anwenden, je nachdem, ob man eine Lösung für den Innen- oder Außenbereich braucht und welche Seitenkräfte bewältigt werden sollen. Die Illustrationen auf der rechten Seite veranschaulichen Geradeaus- und Bogenfahrt. Über die Draufsichten auf die Rollenbahnen habe ich jeweils halbtransparente Skizzen der Kabinen gelegt und die Kufen an der Kabinenunterseite mit einem dunkleren Streifen markiert. Die Größenverhältnisse des Bogens entsprechen in etwa denen bei 5 m Radius. Bei den Abmessungen des TravelBooth ist ein Bogenradius von 5 m die Untergrenze des Sinnvollen.

Der allgemeinen Praxis folgend sollen auch die TravelBooth-Förderer aus einem modularen Baukasten zusammengesetzt werden. Modulare Fahrweg-Baukästen bewähren sich schon seit Feldbahn-Zeiten. Für Bögen wird es also Standardradien geben. Ausgehend von einem Mindestradius von 5 m könnte man den nächstgrößeren Radius immer durch Multiplikation mit der Quadratwurzel aus zwei gewinnen, genau wie bei DIN-Papiergrößen. Allerdings führt das zu krummen Maßen. Deswegen ist es besser, abwechselnd mit drei halben und mit vier dritteln zu multiplizieren. Zur Festlegung der Höchstgeschwindigkeiten müssen wir uns jetzt noch eine maximale Seitenbeschleunigung überlegen, oder wir übernehmen sinnvollerweise den Wert von der Eisenbahn. Im Güterverkehr sind hier 130 mm planmäßiger Überhöhungsfehlbetrag gestattet, das entspricht bei rund 1,5 m Stützweite einer Seitenbeschleunigung von 0,85 m/s2. Im reinen Personenverkehr sind zwar größere Fehlbeträge erlaubt, aber man muß es ja nicht übertreiben.
Die Rollen von TravelBooth-Rollenbahnen sollen zwar mit ein bis fünf Millimetern Federweg elastisch gelagert werden, dennoch lassen sich Querneigungen zur Vermeidung von ruckelnden und diagonal wippenden Bewegungen (Kippeln) der darüber beförderten Kabinen und Kisten nur sehr flach anrampen. Als Klothoiden gestaltete Übergangsbogen-Module sind dennoch sehr zu empfehlen. Deshalb wird man besonders bei kleinen Radien auf Überhöhungen verzichten. Ausgehend von dieser praktischen Annahme und einem sehr komfortablen Querbeschleunigungs-Grenzwert von 0,85 m/s2 lassen sich folgende Paarungen von Radien und Höchstgeschwindigkeiten (abgerundet) errechnen:

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Je nach Radius sollten die Module Bogenwinkel von 5°; 7,5°; 10° und 15° aufweisen, damit man die Trassen sowohl an auf 90°-Winkeln als auch an auf 60°-Winkeln basierende Raster anpassen kann. Bislang sind zwar fast alle Städtebau- und Gebäuderaster rechtwinklig oder unregelmäßig und weisen hauptsächlich vierstrahlige Kreuzungen auf, gerade im Hinblick auf spurgeführten Transport wären jedoch sechseckige Raster mit dreistrahligen Knoten für große Bogenradien und einfache Kreuzungsbauwerke besser geeignet. Sechseckige Raster können in kleinere Raster aus gleichseitigen Dreiecken zerlegt werden. Einem sechseckig gerasterten Transportsystem mit dreistrahligen Knoten kann so beispielsweise ein feinmaschigeres dreieckig gerastertes Fuß- und Fahrradwegeraster mit sechsstrahligen Knotenpunkten überlagert werden. Eine sechseckige Parkettierung als Grundlage für Flächennutzungsraster zu verwenden, ist die beste Voraussetzung für schnellen spurgeführten Transport.

Um Vibrationen zu begrenzen und den Luftwiderstand nicht zu sehr ausufern zu lassen, sollte die Transportgeschwindigkeit der TravelBooth-Förderer höchstens 50 km/h betragen. Auch diese Art des Transports wird Vibrationen erzeugen, die allerdings vergleichsweise gering ausfallen werden. Ich erwarte eine Laufruhe, die immernoch deutlich besser sein dürfte als die eines beliebigen Automobils bei durchschnittlicher Straßenqualität. In Geraden mit hohen Transportgeschwindigkeiten läßt sich der Fahrkomfort möglicherweise durch den Einsatz von Ketten- und Bandförderanlagen optimieren. In Wannenausrundungen sollten grundsätzlich Ketten oder Bänder verbaut werden, um Geruckel beim Auflaufen der TravelBooth-Kufen auf die jeweils nächste und beim Ablaufen von der jeweils vorigen Rolle zu eliminieren. Kuppenausrundungen brauchen auch bei geringen Fahrgeschwindigkeiten große Radien, damit die TravelBoothes bei der Überfahrt nicht oder nur minimal wippen. Die nötigen Mindestradien sind abhängig von den Federkennlinien der Rollenlagerungen (vorzugsweise Gummifedern) und dürften im Größenordnungsbereich von mehr als einhundert Metern liegen.

Schrägförderung auf engem Raum muß also anders bewerkstelligt werden, besonders in steileren Steigungen. Dafür gibt es eine bewährte Technologie, die nur aufskaliert und minimal modifiziert werden muß. Diese Technologie trägt den Namen "Rolltreppe". Neben augenscheinlichen Anpassungen, wie den größeren Stufen und dem Weglassen der Handläufe, muß als notwendige Zusatzausrüstung eine Vorrichtung vorgeschaltet werden, die die Übergabe der Kabinen und Kisten vom Rollen-, Ketten- oder Bandförderer an die Rolltreppe sauber taktet. Die Übergabe von der Rolltreppe an die nachfolgende Förderanlage ist hingegen unkompliziert. Vorteile der Rolltreppe gegenüber einer Rollenförderstrecke mit Steigung sind die gleichbleibende waagerechte Ausrichtung der Transportbehälter und die Abwesenheit von Hangabtriebskräften, wodurch Abrutschen ausgeschlossen und der Fahrkomfort verbessert wird.

Zum Betrieb eines verzweigten Fördersystems braucht man Spurwechselvorrichtungen. Bei mäßigem Durchsatz reichen Kettenhubtische, auch Kettenhubumsetzer genannt, aus. Um mehrere horizontal parallele Rollenbahnen zu bedienen, sind gleisgebundene Verschiebewagen, auch Schiebebühnen oder Verschubtische genannt, adäquat. Das vertikale Äquivalent dazu ist der Aufzug, auch Lift genannt. Kettenhubtische, Verschiebewagen und Aufzüge verschieben die TravelBoothes parallel und bedingen deren Stillstand beim Umsetzen. Verschiebewagen haben zwar gegenüber Kettenhubtischen den Vorteil, viele Anschlüsse bedienen zu können und eignen sich deshalb ausgezeichnet für die Bedienung von Parkhäusern und Tiefgaragen. Ebenerdige Parkplätze sind eher keine gute Idee, denn wir wollen ja nicht nur keinen großen Flächenverbrauch verursachen, sondern außerdem nach Möglichkeit weder Regen noch Schnee auf den Fördersystemen, um Betriebssicherheit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Ausrüstung zu erhöhen. Allerdings klafft bei der Verwendung von Verschiebewagen überall dort, wo sich gerade kein Wagen befindet, eine Lücke im Fördersystem, während über versenkte Kettenhubtische hinweg auf den angeschlossenen Bahnen kontinuierlich weitergefördert werden kann. Für Kreuzungen, sternförmige Verzweigungen und Knicke im Förderweg eignen sich Drehtische, auch Drehscheiben genannt. Drei Meter Scheibendurchmesser reichen für rechtwinklige vierstrahlige Kreuzungen aus, für sechsstrahlige Kreuzungen genügen vier Meter.

Was wir noch brauchen, sind Weichen, über die man zwischen den Umschaltzeiten Konvois aus einer dichten Abfolge von Kabinen und Kisten kontinuierlich befördern kann. Wir benötigen allerdings spezielle Weichenkonstruktionen, die sich beispielsweise nicht an den Twistlock-Containerecken des TravelBooth stoßen. Am einfachsten implementiert man Gleiswender nach dem Vorbild der Pilatusbahn. In unserem Fall wären das dann Rollenbahnwender.
Muß man sehr flach bauen, kann man unterschiedlich gebogene Stränge nebeneinander auf einer Schiebebühne platzieren und durch Querverschub austauschen. Verfügt man über genügend Schwenkfläche, sind Bogendrehscheiben einsetzbar. Je nachdem, welches der beiden Bogenenden man in Richtung Einfahrtstrang dreht, zeigt das jeweils gegenüberliegende Bogenende entweder auf den linken oder rechten Ausfahrtstrang. Bei Lartigue-Einschienenbahnen sind Bogendrehscheiben die Standard-Weichenbauform. Glücklicherweise ist in Listowel seit 2003 wieder eine Bahn dieser Art als Museumsbahn und Technologiedemonstrator in Betrieb.
Auch Weichen mit absenkbaren, klappbaren oder schwenkbaren Rollenleisten und Begrenzungen sind denkbar, allerdings werden die komplizierter.

Rollenfoerderer-Hochbahn
Im Ergebnis erhält man ein Fördersystem für den Individualverkehr, das hohe Durchsatzraten und Verkehrsdichten bei geringem Verschleiß und minimalem Energieaufwand gewährleistet. Komfortable Kabinen für bis zu sechs Personen und Frachtkisten mit bis zu fünf Tonnen Gesamtgewicht werden sicher, leise, effizient und umweltfreundlich transportiert. Das System eignet sich, um Gewerbegebiete, Einkaufszentren, Fußgängerzonen, dichte Wohnsiedlungen und Industriebetriebe in sich und untereinander zu vernetzen. Durch Stetigfördertechnik kann die Belegungsdichte eines Abschnitts und damit auch die Kraftverteilung auf dem Fahrweg sicher begrenzt werden. Zwischen den einzelnen Transporteinheiten werden über die gesamte Länge jedes Bahnabschnitts konstante Abstände eingehalten. Auffahrsicherungen und Vorrichtungen zur Abstandsregelung sind nur an den Übergängen zwischen Abschnitten mit voneinander unabhängigen Antrieben nötig. Beim Übergang von Strecken mit niedriger zu solchen mit hoher Fahrgeschwindigkeit ist je nach Länge, Antrieb und Steuerung der Übergangsstrecke sowohl das Vereinzeln der Transportbehälter als auch die synchrone Beschleunigung ganzer Konvois unter Beibehaltung der Abstände untereinander möglich. So kann man quasi Züge bilden und im Windschatten fahren, was den hohen Luftwiderstand einzelner Kabinen stark relativiert und unter Umständen sogar überkompensiert. Beim Abbremsen auf niedrigere Geschwindigkeiten ist umgekehrt wahlweise sowohl eine Verdichtung der TravelBoothes als auch die synchrone Verlangsamung ganzer Konvois unter Beibehaltung der Abstände möglich.

Das erforderliche Lichtraumprofil ist sehr schmal und niedrig, was in Kombination mit der geringen Bauhöhe der Fördertechnik dafür sorgt, daß auch das Innere von Gebäuden mit normaler Stockwerkshöhe sehr gut erschlossen werden kann. Die Trassen können mit vergleichsweise geringem Aufwand im Untergrund verlegt oder aufgeständert werden. Die Aufständerung zur Hochbahn bietet sich besonders an, da durch Leichtigkeit von Förderweg und Behältern sowie durch geringe Stützhöhen mit entsprechend geringer Ausknickneigung der Säulen schlank und gefällig gebaut werden kann. Wie wäre es beispielsweise mit einem als Laubengang getarnten Fachwerk-Fahrgerüst aus Arboform? Ein Verkehrsweg mit dem Charme der architektonisch-gartenbaulichen Mischung aus Fachwerkhaus und Rankgerüst macht sich in jeder Fußgängerzone gut und stört auch nicht in Parks. Der elastische Naturbaustoff Arboform dämpft Geräusche und Vibrationen. Der fugenfreie Guß ganzer Portale aus einem Stück verhindert Knarren und Ächzen des Tragwerks unter Last. Oder wie wäre es mit im Ozean gezüchteten Stützen und Trägern aus stahlbewehrtem Biorock? Im Gegensatz zu Stuttgart 21, "Fluchhafen" BER, Wetten auf Lebensmittelpreise und Bankenrettung ist das alles bezahlbar, ökologisch sinnvoll, bringt eine allgemeine Erhöhung der Lebensqualität sowie Absicherung, Vereinfachung und letztendlich auch Preissenkung von Mobilität.

Kabinen und Frachtkisten können sowohl von einem öffentlichen Dienst bereitgestellt werden als auch sich im Privat- oder Firmenbesitz befinden. Durch Schnittstellen zum Straßen- und Schienenverkehr können ohne großen Aufwand sowohl dünn erschlossene Gebiete bedient als auch weite Entfernungen mit hoher Geschwindigkeit überwunden werden.


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Autor: Dröppez