TravelBooth
Transportables Büro
Begehbare Umzugskiste
Fahrbarer Werkzeugschuppen

Personal Rapid Transit
Personal Automated Transport
Will man mit größerem Gepäck weite Strecken hinreichend schnell und komfortabel zurücklegen, hat man heutzutage (2014) eigentlich nur die Option, auf ein Automobil zurückzugreifen. Entweder man besitzt ein solches, oder man hat Zugriff auf einen Firmenwagen, oder man nimmt an Car-Sharing teil, oder man mietet eins an, oder man läßt sich ein Taxi mit Fahrer kommen.
Die meisten Personen mit und ohne Gepäck sind dabei in privaten Automobilen unterwegs, egal, ob sich das Auto im eigenen Besitz befindet, oder ob es einem Familienmitglied oder einem Kollegen oder Freund gehört, egal, ob man selbst am Steuer sitzt oder nur mitfährt. Zweithäufigste Gruppe dürfte die der Firmenwagen-Benutzer sein. Größter Vorteil des Privat- oder Firmenbesitzes ist, daß der Besitzer den transportablen Raum innerhalb sinnvoller technischer Parameter frei individualisieren und personalisieren kann und daß man die Kontrolle darüber hat, wer wann mit seinen Popelfingern die Bedienelemente anfassen oder im Innenraum rauchen oder Bier verschütten darf und wer wann welche Gegenstände hineinlegen oder herausnehmen darf. Natürlich gibt es darüber hinaus noch die Option, Antrieb, Fahrwerk und andere Baugruppen den persönlichen Bedürfnissen anzupassen, was aber die wenigsten Nutzer betrifft, da der überwiegende Teil der Automobilisten ohnehin nur mit Standardeinstellungen unterwegs ist. Die mit dem Betrieb von Fahrzeugen und deren Fahrwerk, Antriebs- und Bremsanlage sowie Beleuchtung einhergehende nötige technische Verantwortung stellt im Durchschnitt eher eine Belastung (Stichwort: TÜV) dar.
Für die meisten erwachsenen Kraftfahrer spielt auch "Freude am Fahren" keine nennenswerte Rolle. Das will zumindest Google herausgefunden haben. Deren Information nach würden die meisten Automobilisten automatisch navigierende und steuernde Fahrzeuge akzeptieren oder einem herkömmlichen Auto sogar vorziehen. Unter vernünftigen Gesichtspunkten verwundert das auch nicht weiter, stehen doch dem angeblich so wichtigen "Fahrspaß" die Anstrengung der ständigen Konzentration, Wachheit und präzisen Bedienung und die Verantwortung bei einem möglichen Unfall entgegen. Schließlich kann es deutlich mehr Freude bereiten, einfach nur aus dem Fenster zu sehen und die Landschaft zu betrachten, sich das NEO MAGAZIN im Zweiten Deutschen Internet anzusehen oder ganz entspannt eine Mütze voll Schlaf zu nehmen.

Was an einem Automobil kann man denn nun privat brauchen? Lenkrad und Pedale braucht man nur technologiebedingt. Ohne all das hat man mehr Platz und sitzt bequemer. Man kann stattdessen aber auch andere Mittel zum Zweck wählen, wie beispielsweise Spurführung, Fahrzeugbeeinflussung und Computersteuerungen. Was braucht man denn noch? Antrieb, Fahrwerk und Bremsanlage braucht man nur während der Fahrt. Meistens stehen sich Automobile allerdings auf irgendwelchen Parkplätzen die Reifen platt. Fahrerarbeitsplatz, Antrieb, Fahrwerk und Bremsanlage braucht man also nur zeitweise. Genau das sind aber die Komponenten an einem Auto, die den Preis am stärksten definieren.
Welchen Teil der Funktionalität braucht man denn nun die ganze Zeit? Da bleibt nur noch der Schutz vor Wetter und fremdem Zugriff übrig, also die Kiste an sich. Die Kiste an sich schützt auch nachts auf dem Parkplatz die individuell gestaltete Transportumgebung in ihrem Inneren vor Regen, Wind, Mäusefraß und Taubenkacke. Privatbesitz an der Kiste an sich ist also unerläßlich, wenn man seine persönliche, individuelle Transportumgebung und Möblierung unkompliziert mit sich führen will. Beim Erwerb eines Automobils bezahlt man allerdings auch immer notgedrungen die exklusiven Nutzungsrechte an einer hochwertigen Maschinerie, obwohl eben diese hochwertige Maschinerie die meiste Zeit exklusiv still steht.
Die Frachtlogistiker wissen schon, warum sie ihr Zeug immer öfter in Seecontainern lagern und transportieren.

Genau deshalb soll es an dieser Stelle um die Idee einer Kiste an sich gehen, und das Ding nenne ich dann TravelBooth.

Reisekabine
Wie das TravelBooth beschaffen sein soll, ist schnell geklärt: Es soll groß genug sein, daß man darin bequem reisen kann, es soll aber auch klein genug sein, damit man es über die üblichen Transportwege bugsieren kann. Wenn man darin noch einigermaßen aufrecht herumlaufen könnte, wäre das natürlich prima. Also vergleichen wir unser Zielobjekt einfach mal mit existierenden Transporträumen:
Ein Kleinbus ist breit genug, damit zwei Personen sehr bequem oder drei Personen leicht gedrängt nebeneinander sitzen können.
Ein Eisenbahn-Abteil ist lang genug, um sich mit adäquater Beinfreiheit gegenüber zu setzen.
Nimmt man die Breite eines Kleinbusses und die Länge eines Eisenbahn-Abteils als Mindestmaß, kommt eine Laube mit einer Länge von 2,20 m und einer Breite von 2,00 m heraus. Damit man auch als groß gewachsener Mensch noch einigermaßen aufrecht stehen kann, soll die Höhe 2,20 m betragen.
Im Innenraum fänden je nach Komfort vier bis sechs Personen mit Gepäck Platz. Natürlich könnte man genau so gut ein mobiles Büro für bis zu zwei Leute darin unterbringen, das auch indoor als verschließbares Cubicle nutzbar wäre.
Weiterhin soll das TravelBooth der Stapelbarkeit halber quaderförmig sein, also genauso eckig und kantig wie ein ISO-Container. Form follows function. Eine aerodynamisch günstige Form muß nur das jeweilige Transportfahrzeug mitbringen, und das auch nur, wenn man damit eine Höchstgeschwindigkeit von über 50 km/h erreichen kann.
An den Ecken werden Twistlock-Containerecken verbaut, damit man das TravelBooth mit den gleichen Werkzeugen, Geräten und Maschinen greifen kann, mit denen auch ISO-Container bewegt werden. Das mag zwar für eine Kiste, die voll beladen als Personenkabine maximal anderthalb Tonnen und als Frachtkiste maximal fünf Tonnen wiegt (Eigengewicht plus zwei Europoolpaletten), stark überdimensioniert wirken, trotzdem scheint es mir auch preislich günstig, ein massenweise produziertes, verbautes und bewährtes Bauteil unverändert zu übernehmen und keinen weiteren Gedanken daran zu verschwenden, ob man irgendwo noch ein paar Gramm, Cent oder Millimeter wegoptimieren kann.
Das Grundgerüst soll aus Stahlprofilen bestehen.
An der Unterseite und den Unterkanten der Seitenflächen werden tauschbare Schutz- und Rollkufen für den Transport per Rollenförderer angebracht. Für ausreichende Widerstandsfähigkeit, Elastizität und umweltverträglichen Abrieb wird für diese Bauteile Arboform verwendet. Arboform besteht hauptsächlich aus Lignin und wird aus Holz gewonnen. Dieser thermoplastische Naturstoff ist recycelbar, formbar und widerstandsfähig wie Kunststoff, kann jedoch auch gehäckselt und kompostiert werden. Für die seitliche Beplankung ist dieser Baustoff ebenfalls geeignet.
Das Ergebnis ist eine Mischung aus Container, Palette und Wohnmobil-Aufbau. Vom Container erbt das TravelBooth die Twistlock-Ecken und den Außenrahmen, von der Palette erbt es die Tauglichkeit für den Transport per Rollenförderer, und vom Wohnmobil-Aufbau kommt der Rest.


Gerätekabine
Und wenn wir uns schon transportable Lauben ausdenken, dann doch auch die passenden Geräte- und Lagerschuppen gleich mit dazu.

Das war der einfache und kostengünstige Teil für den Privatbesitzer.
Natürlich wird auch ein Teil der Transporttechnik, nämlich Transport-Automobile für die Straße, ähnlich erschwinglich sein wie normale Automobile bisher auch. Nur warum sollte man als Durchschnittsmensch teure Motoren, Fahrwerke und Fahrerarbeitsplätze besitzen wollen, wenn man nicht muß und man Autos nicht zufällig als Hobby hat? Oder warum sollte man genau so viele Motoren, Fahrwerke und Fahrerarbeitsplätze besitzen wollen wie Aufbauten, wenn man beides voneinander trennen kann? Denn wenn man sich schon einen teuren Motor mit teurem Fahrwerk und Fahrerarbeitsplatz leistet, dann wird das doch alles noch deutlich aufgewertet, wenn man damit die Aufgaben von Kleinbus, Transporter und Pritschenwagen abdecken kann. Wenn man dann noch mit seinem Kleinbus-, Transporter- oder Pritschenwagen-Aufbau auch Taxi, Bus und Bahn benutzen kann und per Rollenbahn oder Förderband bis in Gebäude hinein kommt, ist das im Prinzip die Endstufe des Transportkomforts.
Und genau darum soll es in den folgenden Kapiteln gehen.
Die Lagerung und der Transport des TravelBooth

--> Die Stellplätze und deren Bedienung

   Kapitel 1


--> Der Transport per Rollen-, Ketten- und Bandförderer

   Kapitel 2


--> Der Transport per Bahn

   Kapitel 3

   Kapitel 3


   --> Der Travelbooth-Verschiebewagen

      Kapitel 3


      --> Die passive Leitschienenweiche für Travelbooth-Verschiebewagen

Valid HTML 4.0 Transitional Valid CSS

Autor: Dröppez

Fangseite für Suchmaschinen